Gorilla Trekking in Uganda im Bwindi Impenetrable Nationalpark

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Gorillas sollten jedermann bekannt sein, aber hast du schon einmal vom Gorilla Trekking in Uganda gehört? Es gibt lediglich 3 Länder, in denen du die seltenen Berggorillas finden kannst. Dazu gehören die Demokratische Republik Kongo, Ruanda und Uganda. Insgesamt leben in diesen Ländern ca. 1000 Berggorillas in freier Laufbahn. Die größte Population findet man in Uganda im Bwindi Impenetrable Nationalpark, weshalb das Gorilla Trekking in Uganda auch am beliebtesten ist.

In unserem Ruanda Reiseblog haben wir bereits erwähnt, dass viele Touristen und auch Einheimische aufgrund der deutlich günstigeren Preise beim Gorilla Tracking sogar extra über die Landesgrenze nach Uganda rüber fahren. Egal ob du aus Ruanda als Tagestourist kommst oder eine Uganda Rundreise planst – wir haben hier in diesem Beitrag alle Informationen rund um das Gorilla Trekking in Uganda im Bwindi Impenetrable Nationalpark zusammengefasst.

Was ist das Gorilla Trekking in Uganda?

Gorilla Trekking Uganda
Beim genaueren Hinsehen fällt die Ähnlichkeiten der Gorillas zu uns Menschen gut auf

Hinter dem Gorilla Trekking (oder auch Gorilla Tracking) verbirgt sich eine Tagestour, bei der es um das Aufsuchen der seltenen Berggorillas geht. Berggorillas gehören zu den Primaten, die uns Menschen sehr ähnlich sind und uns am zutraulichsten gegenübertreten. Wenn wir gewisse Regeln beachten, akzeptieren sie uns voll und ganz in ihrer Gegenward. Ziel beim Gorilla Trekking ist es, ihnen möglichst nah zu kommen, sie zu verstehen und sie in ihrer Lebensweise hautnah kennenzulernen. Dabei wird selbstverständlich trotzdem jederzeit ein gewisser Sicherheitsabstand eingehalten, um die Tiere nicht zu bedrängen.

Gorilla Trekking Uganda Afrika
Besondere Ereignisse beim Gorilla Trekking in Uganda in Afrika

Im Gegensatz zu den meisten anderen Affenarten, die viel Zeit in den Bäumen verbringen, leben die bedrohten Berggorillas überwiegend auf dem Boden und bauen sich für jede Nacht ein neues Nest. Das Wortspiel „Gorilla Tracking“ kommt daher, dass die Tiere jeden Tag aufs Neue getrackt werden müssen. Hierfür leben spezielle Tracker-Teams für bis zu 6 Monate im Einklang mit den Gorillas, bevor sie abgelöst werden.

Was sich auf den ersten Blick vielleicht merkwürdig anhört, sichert den Berggorillas heute ihr Überleben. Durch die Habituation können die Tiere medizinisch betreut und durch die Tourismuseinnahmen die Lebensräume geschützt werden. Nur so konnte die Zahl der Gorillas innerhalb der letzten Jahre stabilisiert werden.

Ablauf eines Gorilla Trackings

Gorilla Tracking
Wie ist der Ablauf beim Gorilla Tracking?

Das Gorilla Tracking ist vom Ablauf prinzipiell immer gleich. Zu Beginn findet ein Briefing statt, bei dem die Teilnehmer über alle relevanten Informationen und Regeln im Umgang mit den bedrohten Berggorillas aufgeklärt werden. Dieses Briefing beginnt um 8:00 Uhr morgens, woraufhin um 8:30 Uhr dann die eigentliche Tour beginnt.

Die Gruppen von maximal 8 Teilnehmern werden von einem Guide sowie zwei bewaffneten Sicherheitsleuten begleitet. Diese sind überwiegend zur Abschreckung dabei, falls andere wilde Tiere den Weg kreuzen, was allerdings äußerst selten passiert. Der Guide ist über Funkkontakt mit den Trackern verbunden und führt die Gruppe somit zu den Gorillas.

Bei den Gorillas angekommen hat man exakt 1 Stunde Zeit bei ihnen um Fotos zu machen und sie zu bewundern. Die Zeit wird minutengenau gestoppt, denn die Tiere stehen unter besonderem Schutz und sollen nicht zu lang gestört werden. Aus diesem Grund dürfen auch nur maximal 8 Personen pro Tag zu jeder Gorilla Gruppe (Bei Gorillas spricht man übrigens immer von „Gruppen“, nicht von Familien).

 

Dauer und Schwierigkeit beim Gorilla Trekking in Uganda

Gorilla Trekking Afrika
Unser Gorilla Trekking in Afrika zur Mubare Gorilla Gruppe

Wie lange das Gorilla Trekking dauert, hängt stark von der Gorilla Gruppe ab die man besucht. In Uganda gibt es insgesamt 13 verschiedene Gorilla Gruppen, von denen 11 im Bwindi Impenetrable Nationalpark leben und besucht werden können. Die am leichtesten erreichbare Gruppe ist die „Mubare“, die sich im nordwestlichen Teil des Bwindi nahe dem Ort Buhoma befindet. Hier kann das Gorilla Trekking schon in nur 2 Stunden absolviert werden und ist somit auch für nicht trainierte Wanderer problemlos möglich. Für andere Gruppen werden je nach Tagesbedingungen auch bis zu 8 Stunden angepriesen.

Gorilla Trekking Uganda
Der Schwierigkeitsgrad beim Gorilla Trekking in Uganda hängt von der zu besuchenden Gorilla Gruppe ab

Leider kann man sich die zu besuchende Gorilla Gruppe nicht selbst aussuchen und wird zugewiesen. Somit ist es erforderlich, dass man generell über eine gewisse Grundfitness verfügen sollte. Da wir während der Corona-Pandemie in Uganda unterwegs waren und es außer uns keine weiteren Besucher gab, konnten wir ausnahmsweise die Gorilla Gruppe frei wählen.

Wir entschieden uns bei unserem Gorilla Trekking für die „Bitukura Group“, die normalerweise recht schwer erreichbar ist. An diesem Tag hielten sie sich nicht weit entfernt von einer Straße auf. Nach ca. 1 Stunde waren wir schon am Ziel, haben aber auch gerade einmal einen knappen Kilometer durch den Regenwald zurückgelegt. Trotzdem würden wir das Trekking auf einer Skala bei 7 von 10 einordnen, denn der kurze Weg hatte es in sich und führte über sehr steile Hänge. Es ist durchaus möglich, dass sich die Gorillas noch tiefer im Regenwald aufhalten. Dann wird der Weg dorthin entsprechend noch anstrengender.

Regeln fürs Gorilla Trekking in Uganda

Gorilla Trekking Regeln
Regeln fürs Gorilla Trekking in Uganda

Da die Gorillas sehr stark bedroht sind und einen besonderen Schutz genießen, gibt es selbstverständlich ein paar Regeln, die jeder Teilnehmer unbedingt beachten muss. Diese dienen dem Artenschutz und machen es überhaupt erst möglich, dass wir Menschen die faszinierenden Tiere besuchen dürfen. Die folgenden sind die wichtigsten Regeln fürs Gorilla Trekking in Uganda:

  • Es sollte jederzeit ein Mindestabstand von 7 Metern zu den Gorillas eingehalten werden. Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass die Gorillas von sich aus oft näher zum Menschen kommen, was sich nicht vermeiden lässt.
  • Im Beisein der Gorillas sind Gespräche auf ein Minimum zu reduzieren.
  • Essen und trinken ist nicht gestattet. Bei Bedarf muss man erst wieder auf Abstand gehen.
  • Vor der Tour ist es empfehlenswert noch einmal die Toilette aufzusuchen. Falls du während des Trekkings die Buschtoilette benötigst, ist der Guide dein Ansprechpartner.
  • Fotografieren mit Blitz ist streng untersagt.
  • Hinterlasse keinen Müll im Park.
  • Die Guides versuchen dir ein unvergessliches Erlebnis zu bescheren. Halte dich daher auch jederzeit an ihre Anweisungen.

Was kostet ein Gorilla Trekking Permit?

Volcanoes Nationalpark Preise
Die Preise für ein Gorilla Trekking Permit betragen 700 US$

Um am Gorilla Trekking teilzunehmen benötigt man ein sogenanntes Gorilla Trekking Permit. Diese Permits sind mit stolzen 700 US$ leider extrem teuer, was mit dem erhöhten Aufwand und dem Tierschutz begründet wird. Außerdem gehen 20% der Einnahmen direkt an die Local Communities, die ebenfalls unterstützt werden. Dadurch ist auch ihnen sehr viel am Schutz der Natur und der Gorillas gelegen, sodass sie in keine Interessenskonflikte wie z.B. Regenwaldabholzung o.ä. kommen. Kleiner Trost: Im benachbarten Volcanoes Nationalpark in Ruanda kostet das Gorilla Trekking sogar unglaubliche 1.500 US$!

Übrigens: Es gibt auch die Option für eine Gorilla Habituation Experience, bei der man ganze 4 Stunden mit den Gorillas verbringt. Diese Option muss explizit angefragt werden und kostet in Uganda 1.500 US$. Ziel ist es, das Vertrauen der Gorillas zu gewinnen, sodass man ihnen noch näher kommen kann.

Tipp
Falls dir das Gorilla Trekking zu teuer ist, du aber trotzdem auf der Suche nach einem ähnlichen Erlebnis bist, dann können wir dir das Schimpansen Trekking in Uganda im Kibale Forest empfehlen.

Gorilla Trekking Permit buchen

Gorilla Trekking Permit
Wo kann man ein Gorilla Trekking Permit buchen?

Die Gorilla Trekking Permits werden von der Uganda Wildlife Authority ausgegeben. Da die Permits sehr stark begrenzt sind empfiehlt es sich bereits frühzeitig eine Entscheidung zu treffen, ob man am Gorilla Trekking teilnehmen wird. Oftmals sind die Permits bereits ein halbes Jahr vorab ausgebucht.

Leider ist es nicht möglich die Permits online zu buchen, weshalb du direkt mit der Uganda Wildlife Authority Kontakt aufnehmen musst. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn du mit dem eigenen Mietwagen* unterwegs bist. Ansonsten kannst du auch auf einen Vermittler wie z.B. Viator* oder Getyourguide* zurückgreifen. Da die verschiedenen Gorilla Gruppen über den gesamten Park verteilt sind, ist letztere Option in unseren Augen ein großer Vorteil, denn die Anbieter vor Ort kennen sich am besten mit den Gegebenheiten aus und können dir somit eine bessere Planung bieten. Außerdem sollte auch die Unterkunft im Bwindi Nationalpark* auf die zu besuchende Gorilla Gruppe abgestimmt werden, da die Fahrtzeiten sonst enorm lang werden könnten.

Alternativ kannst du dir natürlich auch eine Rundreise mit Fahrer zusammenstellen lassen, in der du dir die Gorilla Trekking Permits für den Bwindi Impenetrable Nationalpark in Uganda mit einbinden lässt. Hier können wir dir als Touranbieter Okapi Bulyah Tours* empfehlen, mit denen wir selbst unterwegs waren. Sie bieten sowohl Gruppen- als auch Privatrundreisen an.

 

Gorilla Trekking als Tagesausflug von Ruanda

Gorilla Trekking in Ruanda
Von Ruanda werden Tagesausflüge zum Gorilla Trekking nach Uganda angeboten, da die Gebühren in Ruanda noch teurer sind

Es ist nicht ungewöhnlich, dass auch Touristen aus dem benachbarten Ruanda extra über die Grenze nach Uganda fahren, um am Gorilla Trekking im Bwindi Impenetrable Nationalpark teilzunehmen. Zwar gibt es in Ruanda auch Gorilla Trekkings, allerdings sind die Permits hier im Volcanoes Nationalpark in Ruanda mit 1.500 US$ mehr als doppelt so teuer, sodass sich der Ausflug von Ruanda durchaus lohnt. Hierfür gibt es speziell organisierte Touren* bei denen alle Transfers direkt mit abgedeckt sind. Solltest du also in Ruanda unterwegs sein, können wir dir den Ausflug über die Grenze zum Gorilla Trekking in Uganda durchaus empfehlen.

Anfahrt zum Bwindi Impenetrable Nationalpark in Uganda

Bwindi Impenetrable Nationalpark
Anfahrt zum Bwindi Impenetrable Nationalpark in Uganda

Der Bwindi Impenetrable Nationalpark liegt im südwestlichen Teil Ugandas und grenzt direkt an die Demokratische Republik Kongo an. Südlich des Regenwalds befinden sich der bekannte Lake Bunyonyi in Uganda und die nächstgrößere Stadt Kabale, nördlich liegt der Queen Elizabeth Nationalpark. Auch wenn die Straßen in den Bwindi Nationalpark sehr abgelegen und entsprechend schlecht ausgebaut sind, ist die Anfahrt hierher bereits sehr eindrucksvoll. Besonders das Stück von Ishasha im Norden des Parks fanden wir sehr schön, denn die Route bietet jede Menge wunderschöne Ausblicke und führt durch einige Local Communities. Wir empfehlen dir hier lieber etwas mehr Zeit einzuplanen, um die Aussichten besser enießen zu können.

Nationalpark Bwindi Impenetrable
katastrophale Straßenbedingungen im Bwindi Impenetrable Nationalpark in Uganda Afrika

Vom Lake Bunyonyi kannst du etwa mit 2 Stunden Anfahrt rechnen, von Ishasha etwas weniger. Vom östlichen Teil des Queen Elizabeth Parks solltest du mit mindestens 5 Stunden Fahrtzeit rechnen. Obwohl die Route in Google Maps als große Hauptstraße eingezeichnet ist, ist sie katastrophal zu befahren – besonders bei Regen.

Bei deiner Anfahrt zum Bwindi Impenetrable Nationalpark in Uganda solltest du außerdem unbedingt beachten, in welchem Teil des Regenwalds sich deine zu besuchende Gorilla Gruppe befindet. Dementsprechend sollte auch die Wahl deiner Unterkunft im Bwindi Nationalpark* ausfallen, denn es ist sinnvoll diese in der Nähe des Startpunkts des Gorilla Trekkings zu wählen.

8 Tipps für dein Gorilla Trekking Erlebnis in Uganda

Gorilla Trekking in Uganda
8 Tipps für dein Gorilla Trekking Erlebnis in Uganda

Das Gorilla Trekking ist ein Erlebnis, welches du nicht so schnell wieder vergessen wirst. Es ist sehr beeindruckend, weshalb man es auch bestmöglich genießen sollte. Wir haben dir daher noch 8 Tipps zusammengefasst, damit du dich auf das Erlebnis noch besser vorbereiten kannst und an alles gedacht ist:

  • Buche dein Gorilla Trekking Permit für Uganda frühzeitig, denn sie sind oft schon Monate im Voraus ausgebucht.
  • Du erhältst fürs Trekking auf Wunsch kostenfreie Wanderstöcke gestellt.
  • Für 15 US$ kannst du dir einen sogenannten Porter (Rucksackträger) anheuern. Er hilft dir dann beim Tragen deines Gepäcks für die gesamte Wanderung.
  • Von den Unterkünften werden auf Wunsch Lunchpakete gestellt. Da man nie genau weiß wie lange das Gorilla Trekking andauern wird, ist es empfehlenswert darauf zurückzugreifen.
  • Die von den Gorillas besiedelten Gebiete im Bwindi Impenetrable Nationalpark liegen auf einer Höhe ab 2.000 Meter Höhe. Es kann daher sowohl nachts als auch tagsüber recht kühl und auch feucht werden. Immerhin einen Vorteil hat es: Es gibt nahezu keine Moskitos im Wald.
  • Wenn du den hohen Preis des Gorilla Trekkings in Uganda auf dich nimmst, solltest du unbedingt vorab in eine halbwegs gute Kamera investieren oder dir eine Kamera leihen, denn das Erlebnis muss einfach festgehalten werden. Noch besser ist es, gleich alles auf Video aufzunehmen.

Lesetipp: Unser Fotoequipment auf Reisen

  • Frag bei deiner Unterkunft einfach mal nach einer Local Community Tour. Die Menschen hier sind unglaublich freundlich und aufgeschlossen und freuen sich über jeden Gast. Mit etwas Glück siehst du sogar einen Straßentanz.
  • Statt den Guides haben wir unser Trinkgeld den Trackern zugesteckt. Die Tracker gehen meist leer aus, da sie keinen direkten Kontakt zu den Kunden haben. Die Guides hingegen verdienen durch Trinkgelder deutlich mehr, da sie nahezu von jedem Teilnehmer eine beachtliche Summe erhalten. Dabei sind es die Tracker, die die meiste und wichtigste Arbeit leisten.

Erfahrungen beim Gorilla Trekking in Uganda

Wir sind gespannt auf deine Erfahrungen beim Gorilla Trekking in Uganda. Wie nah kamst du den Gorillas? Hat es sich für dich gelohnt? Würdest du es wieder machen? Berichte uns davon in der Kommentarbox unter dem Beitrag. Wir freuen uns auf dein Feedback! Vielen Dank für dein Interesse an unserem Reiseblog Reisegurus.com.

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Mareike & Christian
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Hey, wir sind Mareike und Christian. Wir nutzen jede freie Zeit, um die Welt zu entdecken und haben dafür immer unsere Drohne dabei. Am liebsten reisen wir in weit entfernte Länder, immer auf der Suche nach den besten Orten abseits des Mainstreams. Hier auf Reisegurus berichten wir über die Erlebnisse, die wir auf unseren vielen Reisen bereits gesammelt haben. Wenn du wissen willst was wir gerade erleben, dann folge uns am besten auf Instagram 🙂

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